Natur-Wanderweg

 

Erläuterung Wanderroute Schwinkel/Rüggen/Ziegenbergwanderroute_kl

Die Route über den Rüggen und den Ziegenberg könnte auch als Dreislarer Hausroute bezeichnet werden. Da sie direkt in der Ortsmitte hinter dem Gasthof „Zur Dorfschänke“ beginnt, wird sie auch viel von Einheimischen, älteren Gästen und Familien mit Kindern für einen kurzen Spaziergang genutzt. Gleichwohl befinden sie sich unmittelbar innerhalb der schönsten Mittelgebirgsnatur, die in Dreislar, wie wohl in kaum einem anderen Ort, direkt „hinter der Haustür“ beginnt.

 

Die Route wartet mit idyllischen Wiesentälern und Bergrücken, Bachläufen und z.T. urtümlich anmutenden Niederwäldern auf, die in früherer Zeit zur Brennholzgewinnung genutzt wurden. Ein kleiner Wanderrastplatz mit Bachlauf und Wassertretbecken laden zum Verweilen und Kinder zum Spielen ein.

 

Der Rundweg hat eine Länge von ca. 5 km, welcher gut in ca. 1 ½ bis 2 Std. erwandert werden kann. Der Weg ist in einer Variante über dem Radweg M6 auch gut mit einem Kinderwagen oder einem Rollstuhl befahrbar. Vor dem Aufstieg auf den Ziegenberg muss er aber ca. 350 m über die Ortsstraße abgekürzt werden. Diese ist aber in der Regel nur schwach befahren.

 

 

 

Natur - Wanderroute

 

„Vom Schwinkel zum Saalbruch durch den Rüggen und dem Ziegenberg zurück zum Ort“.

 

Ausgangspunkt ist der Dorfplatz:

dorfplatz_kl

 

Der „Schwinkel“, welcher direkt hinter dem Gasthof „Zur Dorfschänke“ beginnt, ist ein typisches kleines Mittelgebirgstal, welches vor allem im Frühjahr mit farbfrohen gelb-grünen Wiesen aufwartet. Das Tal wird extensiv von örtlichen Mutterkuh- und Pferdehaltern bewirtschaftet. Zur Rechten steigt das Tälchen steil an.

 

Die Talflanken sind größtenteils mit einem knorrigen Buchen- und Eichenwald bestanden. Die Bäume, welche früher als Brennholz genutzt wurden,  wurden in relativ jungen Jahren bodennah abgesägt, da starkes Stammholz mit Handsäge und Axt nur schwer zu bearbeiten waren.  Diese Wirtschaftsweise ist z.T. noch an den mehrstämmigen Stockaustrieben der Bäume zu erkennen.

 

Interessant ist es auch, den Weg in den Sommermonaten in den frühen Abendstunden entlang zu gehen, da hier regelmäßig Fledermäuse beobachtet werden können.tretbecken_kl

 

Nach ca. 600 m erreichen Sie den Wanderrastplatz „Im Schwinkel“.  Diese Anlage lädt vor allem Eltern mit Kindern zum Verweilen ein, da sich hier Spielmöglichkeiten am Bach und auf den Wiesen ergeben.

 

Am Wanderrastplatz geht es dann rechts den Wanderweg D5 ca. 700 m bergan. Nach einem kurzen Waldstück erreichen Sie linker Hand das Naturschutzgebiet (NSG) Kirchgrund. Das NSG zeichnet sich durch im Frühjahr weis blühende Schlehen- und Weißdornhecken und durch im oberen Hangbereich im Sommer teilweise feuerrote Magerrasen aus. Die rote Färbung kommt durch den Kleinen Sauerampfer, der hier einen Massenbestand bildet. Bereits hier haben Sie ggf. Gelegenheit in den Hecken den Neutöter zu beobachten – eine gefährdete Vogelart, die mit zur Meldung der Medebacher Bucht als EU-Vogelschutzgebiet beigetragen hat.

 

weissdorn_klAuf der Höhe angekommen, Kennzeichnung am Wanderschild „Saalbruch“, folgen Sie rechts dem D5 in Richtung Kirchgrund. Nach etwa 250 m an dem Wanderschild „Im Saalgrund“ biegt der D5 rechts in einen Feldweg ein.

 

Die Straße selbst führt über eine Anhöhe mit schönen, weitläufigen Aussichten ins benachbarte Hessen. Im Tal sehen sie die Ortschaft Lichtenfels-Neukirchen. Dass es sich hier nicht mehr um das Sauerland handelt, können Sie an der vermehrten Eindeckung der Häuser mit roten Schindeln erkennen. Der Weg wird immer wieder von bundblühenden Hecken und Wiesen gesäumt und gibt so reizvolle Einblicke in die „alte Kulturlandschaft“ der Medebacher-Bucht.

 

Der Feldweg selbst führt Sie nun, nachdem Sie das Offenland wieder verlassen haben, oberhalb des NSG Rüggen entlang, welche Sie mit seinen Niederwäldern schon „Im Schwinkel“ kennengelernt haben. Im Talgrund können Sie bei nicht zu dichtem Laubbehang die Häuser von Dreislar erkennen. Sehr reizvoll auf diesem Streckenabschnitt ist etwa auf dem höchsten Punkt linkerhand ein Buchen-Eichen-Krüppelwald, dessen Bäume aufgrund der mageren Bodenstruktur gerade mal 5 bis 6 m Höhe erreichen. Die knorrigen Bäume machen einen recht verwunschenen Eindruck. oppolt_klNach dem Wäldchen geht es in mehreren Kurven wieder bergab bis zur Kreuzung mit Wanderkreuz, Kennzeichnung „An der Gemeinde. Diese Kreuzung überqueren Sie in den gegenüberliegenden Feldweg Richtung Ziegenberg, noch immer befinden wir uns auf dem Wanderweg D5.

 

Als nächste Anhöhe erreichen Sie den Ziegenberg, der mit Wegekreuz und Sitzbank einen schönen Aussichtspunkt auf Dreislar bietet und bei schönem Wetter zu einer Pause einlädt. Bergab geht es dann erst links, nach ca. 100 m rechts abwärts dem Ziegenberg, durch das Ölfetal wieder nach Dreislar.